1. Männer - 3. Liga NORD
| 1. | BFC Preussen | 0:0 |
| 2. | SV Henstedt-Ulzburg | 0:0 |
| 3. | SV Beckdorf | 0:0 |
| 4. | TSV Hannover-Ad. | 0:0 |
| 5. | HSV Insel Usedom | 0:0 |
| 6. | HSV Peenetal Loitz | 0:0 |
Auf dem Weg an die Spitze
Preussen-Handballer mischen ganz oben mit
Die Handballer des BFC Preussen Berlin gehören zu den besten Berlins. Die erste Herrenmannschaft wird in der kommenden Saison als einzige Berliner Mannschaft in der 3. Liga vertreten sein. Eine große Herausforderung für den Lankwitzer Verein.
Dass die Qualifikation geschafft ist, darauf sind die Preussen-Handballer stolz. Vor allem, weil die Spieler zu 70 Prozent aus dem Jugendbereich des Vereins kommen. "Unsere Jugendarbeit kann sich sehen lassen", sagt Alexander Schwabe vom Vorstand der Handballer. Der BFC Preussen ist ab der D-Jugend in jeder Altersklasse in der Oberliga vertreten. Alle Mannschaften rangieren an der Tabellenspitze. Die männliche Jugend D spielt Ende April um die Berliner Meisterschaft, die C-Jugend steht im Berliner Pokalfinale, die Mannschaft der A-Jugend ist bereits Berliner Meister und kämpft ebenfalls um den Berliner Pokal.
Der 120-Kilo-Mann ist seit 47 Jahren ausgebuffter Macher und Motor des Drittligisten BFC Preussen
Von Stefan Boysen
Dieser Mann sprengt den Rahmen. Wegen der gewaltigen Figur, die er in der Spielstätte des BFC Preussen, der Adlerhorst, bewegt. Wegen seiner reichen Anekdotensammlung, die ein Buch allein niemals fassen könnte. Und wegen der Flut an Ehrenbändern, Ehrennadeln und Ehrenmedaillen, die ihn auszeichnen und die vereint auf einem Anzug das robusteste Tuch in Stücke reißen würden. Seit 1962 ist Manfred Plötz Abteilungsleiter des Berliner Klubs, "da kommt halt einiges zusammen", brummt er.
Dass Manfred Plötz als Handballboss firmiert, kommt nicht von ungefähr, er hat hinreichend bewiesen, dass er ein ausgebuffter, trickreicher und raffinierter Mensch ist. Seit einem halben Jahrhundert ist sein Name mit dem Berliner Handballsport eng verbunden. Mit der Bundesliga hat er wenig am Hut, der gebürtige Weddinger zählt nicht zu den Machern der großen Handballwelt, die wöchentlich Zehntausende Fans auf die Tribünen locken. Manfred Plötz hat sich um den kleineren Handball verdient gemacht, was in einer Großstadt wie Berlin umso mehr zählt.
Dass der Träger des Bundesverdienstkreuzes die Geschicke der Handballer des BFC im Grunde seit ewig leitet, dass er das Männerteam von der Kreisklasse bis in die 3. Liga führte, obwohl es im Verein kein Geld zu verdienen gibt, dass er die Abteilung das ein oder andere Mal vor dem Zusammenbruch rettete, indem er den ganzen Laden mit Kalkül und Gefühl zusammenhielt und die richtigen Menschen mit dem richtigen Ton beschwor - womöglich würde das gar nicht so sehr auffallen, wenn Manfred Plötz über seine Integrationskraft hinaus nicht auch ein echter Typ wäre. Der 69-jährige ist immer geradeaus und sagt, was er denkt, er ist ein Mann, der auch einmal aneckt. "Er hat eine sehr direkte Art", sagt Henning Opitz. Der Präsident des Berliner Handballverbandes zählt zu jenen, die das Naturell von Manne mögen. "Man weiß immer, woran man bei ihm ist."
Vier Mannschaften sind nach den ersten sechs Spieltagen der Verbandsliga noch ohne Niederlage und bilden den Favoritenkreis im Kampf um den Berliner Meistertitel. Allen voran der noch verlustpunktfreie VfL Lichtenrade, der sofort in die Oberliga zurückkehren will.
Nach der sportlichen Misere der letzten Saison versuchten die Lichtenradener bekanntlich, den Klassenerhalt am grünen Tisch zu erzwingen, indem sie sich einer Klage des HC Neuruppin gegen die zweite Füchsemannschaft anschlossen (wir berichteten). Dabei machte der Verein, der lange Zeit sportliches Aushängeschild Berlins in der Regionalliga war, allerdings eine denkbar schlechte Figur, verspielte viel Reputation und scheiterte.
Von Ronald Battistini
[...] Auch Berlins zweites Regionalliga-Team, der BFC Preussen, hat mit zwei Siegen den Anschluss an die vorderen Plätze geschafft. Nach einem harten Auftaktprogramm wollen die Lankwitzer bis Weihnachten noch ordentlich punkten. Die nächste Gelegenheit dazu gibt es vor eigenem Publikum am 5. Dezember (18 Uhr) gegen Bramstedt und eine Woche später gegen Oranienburg (19 Uhr, jeweils Wedellstraße).
Dabei wollen sie sich auf ihre neu entdeckte Abwehrstärke verlassen, die bereits beim 22:17 in Neubrandenburg den Gegner beeindruckte. Max Stutenbecker (6/2), Max Bachmann, Stefan Wohlgemuth (je 4) und Arne Schneider waren die besten Schützen.
Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf hat dem BFC Preussen untersagt, in seiner heimatlichen Kiriat-Bialik-Halle Kleber zu benutzen. Der erfolgreiche Regionalligist befürchtet nun, leistungssportlich nicht mehr konkurrenzfähig zu sein. In den vergangenen Jahren hatten die Preussen nach Spielen und Training die Halle, Bänke, Türklinken und Wasserhähne immer wieder in Eigenregie gereinigt. Zu wenig, wie die Bezirksverwaltung jetzt mit Wirkung zum 1. Oktober befand.
Das Kleberverbot hat bei vielen Handballfreunden in Berlin bis hin zum DHB großes Kopfschütteln ausgelöst. Der Einsatz von Haftmitteln ist im leistungsorientierten Handball überall gängige Praxis. Dabei zeigten sich die Preussen von Anfang an kooperationsbereit: "Uns ist klar, dass im Interesse aller die Halle vom Kleber gereinigt werden muss, und die Preussen-Handballer sind bereit, das ihre dazu beizutragen", hatte Abteilungsleiter Manfred Plötz unlängst noch einmal betont.
Nach längerer und kontroverser Diskussion mit dem zuständigen Sportstadtrat Norbert Schmidt konnten die Preussen kürzlich immerhin einen Teilerfolg erringen: Das absolute Kleberverbot in den Steglitzer Sporthallen bleibt zwar bestehen, der 1. Männermannschaft wird jedoch gestattet, zum Spiel und zum Training wasserlöslichen Kleber zu benutzen - freilich unter der Voraussetzung, dass anschließend eine einwandfreie Reinigung der Halle erfolgt. Das Sportamt hat bereits intensive Kontrollen angekündigt.
Von Ronald Battistini
Herbstzeit ist Derbyzeit im Berliner Handball - auch in der Männer-Regionalliga. Zum ersten Kräftemessen zwischen Platzhirsch BFC Preussen und den jungen Emporkömmlingen der 2. Füchse-Mannschaft strömten am 17. Oktober rund 300 Berliner Handball-Fans in das Horst-Korber-Zentrum. Die Szene hatte mobil gemacht wie zu den besten Regionalliga-Zeiten etwa eines VfL Lichtenrade oder der SG TMBW. Und die Fans wurden nicht enttäuscht.
Von Beginn an entwickelte sich ein temporeicher und völlig offener Schlagabtausch zweier spielstarker Teams, der beide Deckungsreihen und die hinter ihnen auf ihre Abwehrchancen lauernden Torhüter völlig überforderte. Selten hat man in der dritten Liga ein derart schnelles Spiel gesehen, genauso selten wird man dort ein so naives Zweikampfverhalten finden, wie es die größtenteils noch sehr jungen Füchse- und Preussen-Spieler praktizierten.
Was die Trainer nicht immer glücklich macht, führte zu einer höchst kurzweiligen samstäglichen Unterhaltung des Publikums mit jeweils 22 Treffern auf beiden Seiten bereits zur Pause. Munter wurden die Torhüter auf beiden Seiten hin- und hergewechselt, die Scharfschützen aus Reinickendorf und Lankwitz interessierte es herzlich wenig. Gabor Langhans (12 Tore) hämmerte das Spielgerät durchsetzungsstark nach Belieben in die Maschen, sein Pendant auf der linken Seite, Sascha Detlof (8), glänzte zudem noch mit feinen Anspielen, und das ganze Füchse-Orchester wurde vom blendend aufgelegten Spielmachen Konstantin Büttner (4) perfekt dirigiert. Da gelangen Colja Löffler (7) vom Kreis sehenswerte Heber in Serie und Johannes Sellin (5) bewies seines Antrittsstärke beim Gegenstoß.
Auf Seiten der Preussen waren die Knaller von Max Bachmann (8), das explosive Flügelspiel von Max Stutenbecker (7) und die trickreichen Würfe von Stefan Wohlgemuth (8/5) gleichfalls eine Augenweide. Obwohl der Gegner vorlegte, blieben die Gäste stets in Reichweite. Das Spiel war hochklassig und Berlins Top-Schiedsrichter-Duo Nils Blümel/Jörg Loppaschewski hielt mit den sportlichen Leistungen mühelos mit.
"Wir schlagen auch den 2. Tabellenführer", so Manfred Plötz von den Preussen. Aber auch die Usedomer gehen selbstbewusst in dieses Spitzenspiel.
Der fünfte Spieltag in der Regionalliga hat es in sich - zumindest für den HSV Insel Usedom, der am Samstag um 18 Uhr bei den "Preussen" in Berlin antreten muss. Es ist das Spitzenspiel in der Liga, in dem der Tabellenerste, Usedom, auf den Tabellensechsten, BFC Preussen Berlin, trifft.
Von Ronald Battistini
Etwas Ruhe ist im Adlerhorst eingekehrt nach einer mitreißenden Saison, in der die Spieler das Optimum aus sich und für ihren Klub herausgeholt haben. Im zweiten Jahr nach dem Regionalliga-Aufstieg auf Rang vier einzulaufen, hatten sich im Lager des BFC Preussen selbst kühne Optimisten nicht träumen lassen. Jetzt soll die Leistung bestätigt und das Niveau gehalten werden.
Der neue Trainer Stefan Krai (kam vom Oberligisten Polizei SV) hat eine intakte Mannschaft vorgefunden, die eingespielt ist und im letzten Jahr neben der Erfahrung vor allem ein gehöriges Maß an Selbst bewusstsein getankt hat. Nur so war es möglich, die Rückschläge während der Saison wegzustecken und in einem begeisternden Schlussspurt eine angesichts der finanziellen Möglichkeiten optimale Platzierung herauszuholen.
Von Jörg Leopold
Der Füchse-Fan hat es in diesen Tagen nicht leicht: seit dem grandiosen Sieg am 12. November gegen Nordhorn und noch bis zum 6. Dezember (gegen Balingen) gab bzw. gibt es kein einziges Heimspiel des Handball-Bundesligisten. Da kann es schon mal lohnen, über den Tellerrand - sprich in die Regionalliga - zu schauen. Hier empfängt der BFC Preussen am kommenden Samstag (29.11.) um 18 Uhr im Lankwitzer Adlerhorst den 1. VfL Potsdam zum Berlin-Brandenburg-Derby und echten Spitzenspiel in Liga drei. Gegenüber stehen sich dann der Tabellendritte und der nach absolvierten elf Spielen verlustpunktfreie Spitzenreiter. Die Favoritenrolle ist daher klar verteilt: "Die Potsdamer verfügen über eine große Portion Zweitligaerfahrung, sind ausgeglichen in ihrer Leistung und haben zwei starke Torhüter", sagt Manfred Plötz vor dem Duell. Dennoch hält der Preussen-Manager eine Überraschung für denkbar: "Der VfL ist durchaus verwundbar und wenn die Adler auf einer Woge der Begeisterung getragen werden, ist Vieles möglich
" Bislang verlor der BFC nur ein Heimspiel in dieser Saison. Gegen Peenetal-Loitz kassierte das Team im Oktober eine gleichermaßen bittere wie unnötige 34:35-Pleite. Genauso vermeidbar war die deutlich Auswärtsniederlage bei der SG Kropp/Tetenhusen. Auch hier wäre für die Adler mehr drin gewesen. Das 31:35 am vergangenen Wochenende bei der SG Flensburg-Handewitt II musste hingegen erwartet werden, gehört die Reserve des Bundesliga-Topteams doch gemeinsam mit Potsdam zu den Favoriten auf den Aufstieg. Somit gehen die Preussen mit 16:6- statt machbaren 18:2-Punkten in das Spiel gegen den Tabellenführer.
Von Jörg Leopold
Drei Spiele, drei Siege - dazu 96:69 Tore und Tabellenplatz 2. So lautet die makellose Bilanz des BFC Preussen in der Handball-Regionalliga Nordost nach dem dritten Spieltag. Am vergangenen Samstag wurde Aufsteiger Oranienburger HC in einem einseitigen Berlin-Brandenburg-Derby beim 32:20-Erfolg regelrecht überrannt. Nicht umsonst sprach Manager Manfred Plötz daher nach der Partie von einem "herrlichen Traum", den seine Adler derzeit leben würden. Zwar fehlten bisher die ganz großen Gegner, dennoch spricht einiges dafür, dass der "Kronprinz des Berliner Männerhandballs" (Plötz) die zweite Saison in der dritthöchsten deutschen Spielklasse noch besser bewältigen wird als das ebenfalls schon gute Premierenjahr. 2007/08 wurde die Mannschaft immerhin Achter und geriet zu keiner Zeit in Abstiegsgefahr. "Wir haben uns seit Anfang Juni intensiv auf diese Saison vorbereitet", erklärt das Preussen-Urgestein den aktuellen Höhenflug nicht ohne Stolz. Dabei sei das Team nur unwesentlich verändert worden, denn teure Verpflichtungen könne sich der Club ohnehin nicht leisten. "Wir bleiben unserer Philosophie treu, wenn das finanziell auch oft sehr eng ist", sagt Plötz und lässt dabei leichte Verbitterung durchblicken.
| 1. | BFC Preussen | 0:0 |
| 2. | SV Henstedt-Ulzburg | 0:0 |
| 3. | SV Beckdorf | 0:0 |
| 4. | TSV Hannover-Ad. | 0:0 |
| 5. | HSV Insel Usedom | 0:0 |
| 6. | HSV Peenetal Loitz | 0:0 |
| 1. | BFC Preussen | 0:0 |
| 2. | SG NARVA Berlin | 0:0 |
| 3. | BSV 92 | 0:0 |
| 4. | SG Herms-Waidm.lust | 0:0 |
| 5. | SG TMBW Berlin II | 0:0 |
| 6. | TuS Hellersdorf | 0:0 |