Versuch eines Nachrufs auf Manne Plötz

Facebook Post vom 28.4.18 von Conne Jas
Ist mir eigentlich Wumpe ob das jemand hier liest, vermutlich schreibe ich es am meisten für mich selbst.

Der Versuch eines Nachrufs auf den Boss, Manne Plötz

Ich bin glaube ich vor ca. 18 Jahren in den BFC Preussen eingetreten. Ich hatte damals weder die leiseste Ahnung was Handball war, noch wie Vereinsleben aussieht. Beides sollte ich relativ schnell lernen und den Witz, dass ich auch heute noch keine Ahnung von Handball hätte, nehme ich hier jetzt einfach mal vorweg ihr Schlingels....

An meine erste Begegnung mit Manne kann ich mich leider nicht erinnern, dass ich sehr bald seinen Status im Verein kennenlernen sollte, hingegen schon. Dieser Bär von Typ (wenn wir mal ehrlich sind, schmal war er nicht), der immer da war. Der zeitweise jedes Spiel in der KBH geguckt hat, egal ob 2. C-Jugend männlich oder 1. Frauen, nicht selten auch bewaffnet mit einem Mikrofon, mit dem er die Spiele für die Halle mal treffend, mal eher unterhaltsam kommentierte. Ob es ein Publikum gab oder nicht war scheißegal - für die Spieler, mich eingeschlossen, hat das eine Menge bedeutet. Ebenfalls war er der Typ, der einfach jeden Spieler beim Namen kannte, und immer wieder gezeigt hat, dass er wirklich Anteil an diesen Menschen nahm. Bei manchen auch noch Jahre nachdem sie den Verein verlassen haben oder sich sonstwie orientiert haben.

In 18 Jahren Preussen ist eine Menge passiert, von ganz unten bis ganz oben war da alles dabei. Auch wenn Manne in dieser Zeit verschiedene Positionen bekleidet hat, war er trotzdem eine Konstante. Er war eigentlich immer da, sein Herzblut war es definitiv. Er war, und ist, der fucking Boss. Das wird bleiben, genau so wie wir weiter Plötze trinken werden.

Ich bin froh, dass Manne die Chance gekriegt hat uns sein Leben in einem Buch darzulegen. Wer es nicht gelesen hat, sollte es tun. Gerade wenn man die Schilderungen eines Polizisten aus der Frontstadt Berlin im Kalten Krieg liest, kriegt sein Engagement nochmal eine andere Bedeutung. Manne war Preussen, Manne war Berlin, aber Manne war vor allem auch Lankwitz. Nichts desto weniger, vielleicht sogar gerade deswegen, hat es für die Leute, die Manne kennengelernt haben, kein Buch gebraucht um Erinnerungen an ihn zu pflegen. Aber es ist eine Bereicherung zusätzlich zu all den messbaren Leistungen, all den Anekdoten und all den Momenten, die Manne jedem Preussen, aber auch ganz Handball Berlin beschert und beschenkt hat. All das bleibt hier, und all das wird auf Ewig mit dem BFC Preussen verbunden sein.

Keine Ahnung, ob es diese Wolke da oben, auf der alle sitzen, wirklich gibt. Aber mir gefällt die Vorstellung, dass du denen da oben, vielleicht nach Genuss von 1 oder 2 Plötz, jetzt erklärst, wie die Dinge liegen. Wenn es die Wolke gibt, gehen die ersten Plötz auf mich, falls ich es je dorthin schaffen sollte. Für jetzt habe ich nur noch ein Wort und einen dummen Witz mit Bezug auf Mannes Buch übrig.

Das Wort: Danke!
Der Witz: Oh, Gott, wenn ich das meinen Preussen erzähle....

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