An Tagen wie diesen . . .

. . . wenn man seine Heimspiele auswärts organisieren muss, da der Adlerhorst wegen Flüchtlingsunterbringung für uns gesperrt war und der Spieltermin erst Stunden vor dem Start feststeht An Tagen wie diesen - an denen man einen bärenstarke Gegner aus Schwerin zum Spitzenspiel in Berlin erwartet, der auch gewillt war die Punkte aus Berlin zu entführen. An Tagen wie diesen - an denen davor wenig Zeit für Training war wegen Mangels an Hallenkapazitäte und an denen keine Vorbereitung- oder andere Spiele waren und das Pokalspiel gegen CHC ebenfalls abgesagt wurde. An Tagen wie diesen - an denen Hände und Spielball von Kleber jeglicher Art völlig befreit sein mussten, da in dieser fremden Halle absolutes Kleberverbot herrschte und dadurch die Sicherheit am Ball die Technick und das Tempospiel negativ beeinflußt wurden. An Tagen wie diesen - an dem die prachtvolle Kulisse des Adlerhorstes fehlte. An solchen Tagen braucht auch der Tüchtigste die Portion Glück, um all diese Dinge positiv beeinlussen zu können. Um es vorwegzunehmen, die Preussen bekamen diese verdiente Portion.

Da auch der Gegner teileweise von diesen Dingen betroffen war, entwickelte sich das Spitzenspiel recht langatmig und eher umkämpft, in das die Preussen nur schwer hineinfanden. So lagen die Preussen mit hoher Fehlerquote stark belastet in der 17. Minute mit 6:9 im Hintertreffen. Mit der Hereinnahme von Christin Schnitzer stabilisierte sich das Spiel der Preussen und in der 25. Min. konnten sie zum 9:9 ausgleichen und hatten zur Halbzeit beim 14:9 die Nase vorn. In der 2. Hz. machten dann starke Schweriner Dampf unter dem Kassel und waren in der 45. Min. beim 18:18 wieder am Tisch.

Jetzt wurde es ein enger Handballkrimi auf hohem Niveau und beide Mannschaften zeigten anspruchsvollen Handball. Preussens Trommlergruppe feuerte ihre Mannschft mit viel Leidenschaft an und Preussens Ehrgeiz wurde mit Wachstumshormonen gefüttert. Jetzt vielen herrliche Tore durch Sophie Kieschke und von Rechtsaußen brannte die Luft durch Lea Banse. Der Rückraum mit Merle Klingbiel, Marlene Kretschmer und Michi Hofmann machten jetzt gewaltig Druck und am Kreis wurde nun Christin Schnitzer zur tödlichen Explosionswaffe. .Im Tor parierte zunächst Olivia Löchel glanzvoll einen Siebenmeter und unsere Conny, die an diesem Tag nervös wirkte und nicht jeden Ball zu fassen bekam holte dann aber in der 58. Min. mit einer Glanzparade einen Ball aus dem Winkel und packte damit den 26:25 Sieg gegen die nie aufsteckenden Schweriner in Sack und Tüten.. MIt riesigem Jubel brachen dann nach dem Schlusspfiff aus den Spielerinnen und den Fans die Emotionen heraus. Man hatte nicht nur die souveräne Tabellenführung verteidigt, sondern auch die Herbstmeiterschaft 2015 nach Lankwitz geholt. Kompliment aber auch an den SV Schwerin, der einen wesentlichen Anteil an einem Spitzenspiel hatte. Dank aber auch an die Fans, die die Mannschaft mit viel Leidenschaft zum Sieg getragen hatten. Dank aber auch an den Handballvorstand um Verena Schöning, die mit toller Organisation der Veranstaltung ihren Anteil am Erfolg hatten.

Nun wünsche ich allen noch einen schönen 1. Advent und eine fröhliche Vorweihnachtszeit.

Manne Plötz

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