Spielberichte vom 29.10.2016 - 30.10.2016

1. Frauen    Oberliga Ostsee-Spree   
BFC Preussen –  SG Hermsdorf-Waidmannslust  29:18 (12:7)

Tor: Erdenberger, Schidlewski, Löchel; Feld: Ewert (4), M. Förster (4), Hofmann (2/1), Kretschmer, Förster (3), Danek (2), Hamann (1), Linke (2/2), Kieschke (5/3), Bathelt (6), Klippel, Brusdeilins
 
Adlerinnen weiterhin auf Kurs! - Frauen punkten wieder...
Es war wieder Heimspieltag für die 1. Frauen des BfC Preussen. Nach dem Spiel in Neubrandenburg sollte nun an die gute  Leistung  des  letzten  Spieltages angeknüpft werden. In den Trainingseinheiten der beiden vergangenen  Wochen, denn  aufgrund  der  Herbstferien  in  Berlin  und  Brandenburg  war  das  Wochenende  dazwischen  spielfrei,  wurde  wieder versucht,  an  allen  Schwachpunkten  des  Teams  gleichzeitig  zu  arbeiten.  Gerade  die  Spritzigkeit  im  Kopf,  das  schnelle Umschaltvermögen, stand besonders im Vordergrund, da mit den Damen aus dem Norden Berlins eine junge und dynamische Mannschaft als Gegner in den Adlerhorst kommt. Nicht allein waren die Hermsdorferinnen das Team, welches dem Absteiger aus der 3. Liga - dem Rostocker HC - die ersten Punkte raubte und mithilfe von Alina Rauhut, dem Dreh- und Angelpunkt des Hermsdorfer Spiels, oft genug zur Verzweiflung brachte. Zudem war klar, dass sich die Mädels blind verstehen  würden.  Spielt  hier  praktisch  der  ehemalige  91/92-iger  Jahrgang  der  Füchsejugend  beisammen,  welcher  in dieser Zusammensetzung massig Erfolge feiern konnte.


Da  das  Team  von  Meyberth  in  vieler  Hinsicht  angeschlagen  war,  Friederike  Ewert  und  Sophie  Kieschke  würden  mit schmerzhaften Verletzungen an den Fingern auflaufen, nominierte man kurzerhand zwei Spielerinnen aus der 3. Frauenmannschaft nach, welche das Team im Erstfall unterstützen sollten. Aufgrund der Festspielregelung nahmen die beiden zunächst hinter der Wechselbank Platz. Für euren spontanen Einsatz möchten sich die 1. Frauen bei Sonja Klippel und Mandy Brusdeilins recht herzlich bedanken.
Vor dem Spiel wurde sich schon einmal gemeinschaftlich beim Wischen vorgewärmt und im Anschluss erfolgte ein kleines Shooting mit Fotografin Jule und dem Sponsor, bevor es zur richtigen Spielerwärung ging. Um 16 Uhr erfolgte dann der Anpfiff durch das Gespann Niehage/Rübensam.
Von Beginn an waren Mannschaft, Fans und Trommler voll da. Die Preussen starteten mit einer offensiven Einzelbewachung gegen die Spielmacherin der Gäste, Alina Rauhut, welche damit frühzeitig am Spielfluss gehindert werden sollte. Im Nachgang kann man behaupten, dass dieses taktische Mittel Wirkung zeigte, denn die sonst so wurfstarke und pfiffige Aufbauspielerin  fand  nicht  zu  ihrem  gewohnten  Spiel.  Die  ersten  Spielminuten  verliefen  sehr  ausgeglichen,  wobei  die Adler hauptsächlich durch Starfwürfe ihre Tore erzielten. Immer wieder wurden die gerade im 1:1- Verhalten deckungsschwachen Gäste in Verlegenheit gebracht zu spät zuzupacken. Dies ist gut mit einer bereits sehr früh im Spiel verteilten 2-Minutenstrafe gegen Ann-Kathrin Rehmer zu belegen (1:48), die zuvor nicht einmal eine Verwarnung erhalten hatte. Bis zum Zwischenstand von 5:5 konnte sich kein Team wirklich einen Vorsprung erspielen und damit etwas durchatmen. Ab dem Zeitpunkt, wo die Preussendamen den sechsten Ball  einnetzten, blieb die Führung bei den Gastgeberinnen. Der Heimmannschaft gelang es über die Stationen 7:5, 8:6, 9:6 und 10:7 die Halbzeitführung von 12:7 herauszuspielen.
Die Ansage vom Trainergespann in der Kabine war eindringlich. Die Frauen sollten jetzt nicht einbrechen und somit das Spiel  verspielen.  Die  Männer  fanden  wohl  die  richtigen  Worte.  Kurz  und  knapp  war  die  Ansprache,  bevor  die  Mädels wieder in der Halle standen. Die ersten drei Treffer des zweiten Durchgangs erzielten jedoch die Hermsdorferinnen. Sicherlich war dies auch mit der
Unterzahlsituation  zu  begründen,  denn  die Adler hatten kurz vor dem Halbzeitpfiff noch eine Zeitstrafe kassiert. Leider wurden  nun  trotzdem  zu  viele  technische  Fehler  im  Angriffsspiel  fabriziert,  was  die  Gäste  ausnutzten  und  versuchten durch  Konterspiel  anzugreifen.  Aber  genau  zur  richtigen  Zei  lief  unsere  Ariane  Schidlewski  wieder  heiß  und  kam  auf Touren. Sie hielt einen Wurf nach dem anderen aus 1. und 2. Welle der Gäste. Tobi versuchte durch ein Timeout auch nochmals auf seine Mannschaft einzuwirken und fand klare Worte, um die Damen wachzurütteln. Im Zusammenspiel aller Komponenten  konnten  sich die Preussendamen nun immer mehr an ihrer eigenen Leistung puschen. Es wurden öfter einfache Tore erzielt. Gerade Friederike "Rike" Ewert konnte im Angriff immer wieder gut in Szene gesetzt werden und sorgte auch im Deckungverband für die nötige Stabilität. Bewekenswert ist, wie sich die junge Dame in dieser Mannschaft eingefunden hat, schließlich musste sie durch den Abgang von Christin Schnitzer in große Fußstapfen treten. Aber hier ist sich die Mannschaft sicherlich einig, dass Rike diese Aufgabe mit Bravour meistert.
Man kann sagen, dass die Mädels jetzt nicht mehr zu halten waren. Auf jedes Tor folgte ein weiteres. Die Damen aus Hermsdorf ließen förmlich die Köpfe hängen und leisteten kaum noch Gegenwehr. Lediglich eine Ergebniskorrektur wurde ihrerseits versucht zu betreiben. Aber davon ließen sich die Adler nicht unterkriegen und spielten konsequent ihren Stiefel runter. Nun bekam auch Sonja Einsatzzeit und konnte mit guten Einzelaktion Akzente setzen. Leider fehlte ihr das Fünkchen Glück, um das Netz zum Zittern zu bringen. Am Ende leuchtete ein verdientes 29:18 auf der Anzeigetafel auf. Damit war die Mannschaft sichtlich mehr als zufrieden und freute sich über diesen Ausgang. Auch die gute und konsequente Schiedsrichterleistung soll in diesem Zusammen-
hang nicht unerwähnt bleiben.  
Meyberth: "Ich bin am Ende vollkommen zufrieden mit der Leistung meiner Mädels. Nicht nur, weil uns Ari in entscheidenden Situationen den A**** gerettet hat und zur richtigen Zeit einfach da war. Alle eingewechselten Spielerinnen haben sich nahtlos ins Spiel einbringen können und gute Leistungen gezeigt. Nächste Woche geht es nach Rostock, wo wir genauso aufspielen müssen, um dort punkten zu können."
Ein großes Dankeschön an alle Fans, die das Damenteam lautstark unterstützt haben. Mit euch im Rücken macht es den Damen einfach unheimlichen Spaß Handball zu spielen und machmal spielen sie sich sogar in einen kleinen Rausch. Das weiß ich zufällig aus 1. Hand. ;-)
Auf ein Wiedersehen am kommenen Wochenende, 06.11.2016 um 16 Uhr, Tschaikowskistr. 43 in 18069 Rostock. Plätze können unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! reserviert werden. Abfahrt ist um 10.30 Uhr am Preussen Casino, denn ohne Fans und Trommler ist das Team nicht komplett!!!
Bis dahin, die 1. Frauen.

Stand:  Platz 2  Punkte:   8:2  Tore:   129:103  zur Tabelle
 

2. Männer      Landesliga   
BFC Preussen –  SG Hermsdorf-Waidmannslust  28:30 (10:13)

Tor: Paul Wolle, Lars Gottschalk;  Feld: Daniel Zingel (8), Patrick Hanisch (6), Finn Malek (5), Antonio Cutshaw (3), Philip Kretschmer (2), Johannes Breß, Wolfgang Krüger, Timon Seifert (je 1), Marcus Blöhm.

Was  sich  da  am  Samstag  im  provisorischen  Adlerhorst  abspielte,  kann  getrost  als  Klassiker  dieser  ganzen  Handballsache  bezeichnen  werden:  ein  vom  eigenen  Erfolg  berauschter  „Überflieger“  mit  Verstärkung  aus  der  Ersten  trifft  auf einen Tabellenvorletzten, der weit hinter seinen Erwartungen in die Saison gestartet ist – und bekommt auf die Fresse.
So geriet man nach einem zähen Start schnell In Rückstand und rannte den nun hochmotivierten Hermsdorfern ständig mit 4, 5 Toren hinterher. Dabei hätte man sich gerade in der Anfangsphase einfach nur ein bisschen mehr an der starken Leistung seines Torwartes orientieren können, der den Kopf oben behielt und so Schlimmeres verhinderte. Aber da wir
leider nicht alle wie Paul sein können, ging es mit einem 10:13 in die Halbzeitpause.
Nachdem man sich in dieser fleißig darüber ausgetauscht hatte, was denn nun alles besser laufen muss, bzw. laufen wird, ließ man den Gegner gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit mit 7 Toren davonziehen. Dass da ein strategisch etwas spät eingesetzter Kampfgeist und eine beherztere Abwehrarbeit im letzten Teil der 2. Halbzeit zwar nett anzuschauen ist und noch etwas Spannung in die Sache bringt, aber nicht zum Sieg reicht, versteht sich von selbst. So konnte sich Hermsdorf seine ersten wohlverdienten Punkte sichern und man selbst ist endlich in der Realität der Liga angekommen: hier wird einem nichts geschenkt und ein Sieg bedeuten halt auch Arbeit – im Spiel so wie im Training!
Marcus Blöhm

Stand:   Platz 5  Punkte:   5:3  Tore:   110:93  zur HVB-Tabelle

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