Spielberichte vom 13.05.2017 - 14.05.2017

Ergebnisse HVB-Pokal, Final Four der Frauen

Halbfinale: BFC Preussen - HSG Neukölln     26:21  (15:6)
Tor: Schidlewski, Löchel; Feld: Hermanndung, Ewert (1), Klingbiel, M. Förster (7), Hofmann (3), Kretschmer, Förster (4), Danek (3/1), Hamann (2), Kieschke (1), Linke (4/4), Bathelt (1)

Am vergangenen Wochenende war es nun endlich soweit. Es stand das letzte Highlight dieser Saison auf dem Terminplan, das Final-Four im HVB-Pokal der Frauen sollte ab 16 Uhr in der Oderstraße in Neukölln steigen. Zunächst standen sich im ersten Halbfinale die Damen vom Oberligaabsteiger Prosport Berlin 24 und die Spreefüxxen gegenüber. Die ersten 20 Mintuen konnten die Prosportlerinnen gut mithalten, danach verloren sie die Kräfte und die Spreefüxxe zogen souverän mit 18:32 in das Endspiel ein. Dieses doch relativ humane Ergebnis ließ Hoffnung am Ende des Tunnels aufleuchten. Doch zunächst einmal mussten sich die Adlerinnen gegen die HSG Neukölln durchsetzen, welche sich mit Sicherheit für die beiden Saisonniederlagen revanchieren wollte.

Um 18 Uhr startete das zweite Halbfinalspiel, nachdem man wie bei einem Bundesligaspiel, in die gutgefüllte Bezirkssporthalle Neukölln, eingelaufen war. Die ersten beiden Treffer der Partie wurden durch die Preussen erzielt, bevor die HSG den Ball in den Maschen hinter einer starken Ariane Schidlewski verstaute. Über gutgespielte Auslösehandlungen mit cleveren Abschlüssen, schnelle Konter über den bekannten rechten Flügel und konsequentes Stoßen in die Lücken der Neuköller Abwehrreihe, welche das ein oder andere Mal etwas zu spät zupackte-somit durch 7-Meter bestraft wurde, setzte sich der Vizemeister mit einen 6 zu 1- Lauf auf 7:2 bereits Mitte des ersten Durchganges ab. Diese Situation bot Trainer Mayberth schon frühzeitig die Möglichkeit vielen mitgereisten Spielerinnen Einsatzzeiten zu geben und sich damit zu präsentieren.

Bis zum Halbzeitpfiff wurde der Vorsprung, trotz kurzer Schwächephase gehalten und um zwei weitere Treffer ausgebaut (15:6).

Trainer und Mannschaft gingen zufrieden in die Kabine. Schließlich zeigte dieser Halbzeitstand, was möglich ist, wenn zielorientiert gearbeitet wird. Trotzdem spornte er die Damen an und wollte in der verbleibenden Spielzeit dies nicht abreißen lassen und Neukölln in die Schranken weisen.

Zunächst sah nach dem Anpfiff alles danach aus, als würde dieser Plan aufgehen. Beginnend mit der Startaufstellung wurde die Tordifferenz nochmals erhöht und gehalten. Alle Weichen waren also auf Finale gestellt. Um Verletzungen und Überbelastung zu vermeiden, wurden wieder einige Wechsel vorgenommen. So erhielt auch die Jungspielerin, Johanna Hermanndung, aus dem Nachwuchs von Sven Plötz die Möglichkeit Luft im Frauenbereich zu schnuppern. „Liebe Johanna, auch wenn du sehr aufgeregt warst, hast du deine Sache ordentlich gemacht. Und bedenke, dass du noch alle Zeit der Welt hast! ;-)“

Da nun Konstellationen auf der Platte standen, die selten miteinander spielen oder trainieren und die HSG mit einer sehr offensiven Deckung gegen zwei der etatmäßigen Rückraumspielerinnen agierte, schmolz der Vorsprung dahin. In dieser Phase wurden zu viele Technische und Regelfehler gemacht, sodass die HSG nochmals etwas Ergebniskorrektur betreiben konnte. Am Ende bleibt zu sagen, dass die verbleibende Spielzeit für eine Verlängerung oder einen Sieg der Neuköllnerinnen nicht ausgereicht hat und die Preussen schlussendlich mit 26:21 das Halbfinale in Berliner Pokal für sich entscheiden konnten. Demnach hieß es, Wunden lecken und Kraft tanken für das Finale am Sonntag gegen die Spreefüxxe.


Finale:     BFC Preussen - Füchse Berlin Reinickendorf    16:24 (5:15)
Tor: Schidlexski, Löchel; Feld: Ewert, Klingbiel, M. Förster (7/3), Hofmann (3/1), Kretschmer, Förster (1), Danek (1), Haman, Kieschke (3), Linke, Bathelt (1)

Es war also soweit. Die Damen erkämpften sich am Samstag den Platz im Finale gegen die Spreefüxxe. Augenmerk sollte darauf liegen, sich bestmöglich gegen den Aufsteiger in die 2. Bundesliga zu präsentieren, da auch der Füxxekader namentlich bekannt war. Einige Spielerinnen waren vor der finanziellen Pleite bereits mit dem Team im Oberhaus des deutschen Handballs unterwegs. Es versprach also ein gutes Spiel zu werden.

Nach dem Anpfiff durch das Gespann Pohlmann/Sense verlief die Partie zunächst ausgeglichen. Gerade durch Ariane Schidlewski im Tor, die auf Hochtouren lief, wobei ihr das Glück nicht nur wohlgesonnen war-sie warf auch Tore für die Füxxe (legte sich den gehaltenen Ball leider selbst hinter die Linie), blieb die Anfangsphase besonders spannend. Jeden Ball, den die Füxxe nicht in die Maschen des BFC-Tores brachten, wurde ausgiebig bejubelt und beklatscht. Man spürte, dass der Bundesligaaufsteiger dies nicht so auf sich sitzen lassen wollte. Sie zogen das Tempo an und packten auch in der Abwehrreihe kräftiger zu. Die Preussen kämpften bitterlich um jeden Ball. Einige Spielerinnen hechteten sogar, um den Ball vor der Seitenauslinie zu retten oder in den Reihen zu halten, was nicht immer gelang. Durch diese kraftintensiven Kämpfe um das Spielgerät und die wesentlich intensivere Abwehrarbeit, mussten die Adler dann jedoch Federn lassen. Es kam dazu, dass sie sich Strafwürfe zogen. Obwohl Ari noch einige entschärfte, verließen die Damen langsam die Kräfte. Im Angriff wurden zu viele Bälle unnötig weggeworfen. Es wurde zu überhastet abgeschlossen- das sollte eigentlich vermieden werden, sodass die Füxxe dann besonders über 3-Stationenpässe und eine gute 2. Welle einnetzen konnten. Sie liefen den Preussendamen förmlich weg und sorgten für einen Halbzeitstand von 5:15. Ob es an der mangelen Athletik zum Saisonende lag, wodurch die Kondition und die Konzentration beeinträchtig war, sei dahin gestellt.

Zu Beginn des zweiten Durchganges begann der Adlerkopf, Trainer Meyberth, daraufhin zu wechseln. Alle Spielerinnen konnten nun nochmal zeigen, was sie können und sich anständig von den Fans aus der Saison 2016/17 verabschieden. Auch die Füxxe spielten nun mit angezogener Handbremse und wechselten munter durch. Da die Adler um Michaela Hofmann in mancher Situation erfahrener waren und damit cleverer, wurde der Rückstand korrigiert. Die Strafwürfe, die man hart erarbeitet hatte, konnten nun auch verwandelt werden. Aber die Quote ist mit 4 von 7 noch immer nicht besonders hoch.

Zum Ende des Finalspiels leuchtete ein Endstand von 16:24 auf der Hallenanzeige. Die Preussendamen haben damit auch im HVB-Pokal Silber geholt, womit vor der Saison vermutlich niemand gerechnet hat.

Mit diesen letzten Berichten verabschiedet sich nun auch die 1. Frauenmannschaft in die wohlverdiente Pause. Es wird sich bei allen Fans und ganz besonders bei den Trommlern recht herzlich für die Unterstützung bedankt. Beim Grillen am 28.05.2017 findet dann der letzte Auftritt der Damen gemeinsam mit ihren Fans statt, wo nochmal das doppelte Silber gefeiert werden soll.

Bis dahin, die 1. Frauen


1. Männer    Verbandsliga
BFC Preussen – SG Narva Berlin   35:27 (15:15)

Tor: Lukas Strassert (4 x7m geh.)
Feld: Maximilian Bachmann (9), Frederic Nitzsche (7/3), Patrick Hanisch (5), Aron Rogmann (4), Robin Kretschmer (4), Finn Malek (2), Daniel Blankenstein (1), Paul Bachmann (1), Lionel Baensch (1), Oliver Blankenstein (1) und Noah Pütz.

Das letzte Spiel der Wintersaison 2016/17!
Wieder Samstag, 18:00 Uhr in Berlin Mitte, letztes Spiel vor der Sommerpause und somit Endspiel der Saison 2016/17. Nun trat der Tabellendritte (Preussen) gegen den Tabellenachten (Narva) an, die Stimmung war heiß, aber die Fans waren für unseren Gegner und lange nicht so beeindruckend wie unsere Fans zu Hause!
Unsere Devise war klar, noch einmal richtig gutes Powerplay und ein Sieg als würdiger Abschluss. Unser Gegner hatte jedoch unsere Devise kopiert und legte richtig los, so stand es in der 6. Minute plötzlich 6:2 gegen uns. Dank Frederic und Maximilian blieben wir im Spiel, und in der 21. Spielminute konnte Aron den Gleichstand mit 10:10. erzielen. Robin, Finn und Frederic schafften dann in den weiteren 9 Spielminuten bis zur Halbzeit, das Ergebnis auf 15:15 zu erhöhen.

Die ersten 10 Spielminuten in der zweiten Halbzeit waren hart umkämpft, und der Stand erhöhte sich auf 22:22. Danach hatten wir aber fünf glücklichere Spielminuten und schafften zum ersten Mal, eine Führung von 23:27 herauszuspielen. Diesen Vorsprung gaben wir nun nicht mehr ab, sondern bauten ihn bis zum Spielende zu dem Endstand von 27:35 aus.
Zum Spiel kann man abschließend sagen, es war ein Arbeitssieg, an dem kontinuierlich bis zum Schluss geackert wurde, und so haben die kleinen Erfolge jeden Spieler wieder gepuscht, um noch mal an seine eigenen Grenzen zu gehen.
Gratulation für den 3. Platz in der Verbandsliga und auf ein „Neues“ für die Saison 2017/18.
Uwe Franke

Endstand:  Platz 3   Punkte:  30:14   Tore:  615:541


2. Männer      Landesliga
BFC Preussen – SG Narva Berlin II   24:29 (:)

Leider kein Spielbericht

Endstand:  Platz 4   Punkte: 27:17   Tore: 550:539


2. Frauen      Verbandsliga
BFC Preussen – Pfeffersport   25:31 (12:15)

Liga gehalten – Ziel also erreicht, würde ich mal so sagen!
Wir als zweite Frauen des BFC Preussen hatten vergangenen Samstag unser letztes Spiel der Saison 16/17. Endlich, zum Ende der Saison, konnten wir unser Spiel wieder im Adlerhorst (der KBH) bestreiten. Wir gaben 150%, wie vom Trainer angesetzt. Leider reichten diese nicht ganz zum Sieg, aber immerhin hielten wir die Liga, als sechstbeste Frauenmannschaft in der Verbandsliga Berlin.
Das Spiel war voller Emotionen. Die Bank fieberte bei jedem Angriff und bei jeder Abwehraktion mit und auch von der Tribüne kamen sowohl Applaus als auch Tipps – wie in jedem guten Handballspiel eben.
In der ersten Halbzeit sah es zwischenzeitlich verdammt gut für uns aus, somit verabschiedeten wir uns auch mit einem 12:15 in die Halbzeit. Es war sehr ausgeglichen, da auch gleich der erste Treffer ins gegnerische Tor ging. Die Außenspieler konnten freigespielt werden und so hatte Jessica Fischer zum Beispiel nach nur wenigen Minuten 3 Treffer erzielt. Natürlich stellte sich unser Gegner – die Mädels vom SV Pfeffersport – nun darauf ein und ließen die Außen nicht mehr ganz so oft zum Zuge kommen.
Die drei Tore Rückstand zur Halbzeit sollten uns eigentlich nicht zum Verhängnis werden, jedoch holten wir sie trotzdem nicht mehr auf. Dies kann man mit vielen Sachen begründen – im Endeffekt reichte unsere Leistung leider nicht aus und wir schlossen das Spiel mit einem 25:31 ab, also nochmal 3 Tore Unterschied mehr.
Beide Teams hatten mit verletzten Spielern zu kämpfen und trotz allem bestritten wir alle das letzte Saisonspiel fair und spannend. Wir, die Mädels vom BFC Preussen II, bedanken uns bei allen Fans, die uns die gesamte Saison über begleitet haben (unter anderem auch unser „Superfan“!) und hoffen alle in der kommenden Saison wieder an unserer Seite zu haben. Wir werden nach unserem abschließenden Training auch den Sommer und die spielfreie Zeit genießen, regenerieren und uns auf die Saisonvorbereitung freuen, wenn das Schwitzen in der Berliner Hallen wieder losgeht!
Bis dahin, eure Jule

Stand: Platz 6   Punkte: 16:20   Tore: 409:425

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